Umbau der Dinslakener Straße: Notizen vom Bürgerstammtisch in Möllen (26.04.2018)

Am 26.04.2018 fand im Gasthaus Möllen ein Bürgerstammtisch der FDP statt, der schwerpunktmäßig dem Umbau der Dinslakener Straße (K17) und der damit einhergehenden, sich über bis zu 2 Jahre erstreckenden abschnittsweisen Vollsperrung gewidmet war. Die Mehrheit der Teilnehmer bestreitet die Notwendigkeit des Umbaus und fürchtet mittel- und langfristig dramatische Konsequenzen für die Nahversorgung in Möllen in Gestalt eines Domino-Effekts. Es wurden einige höchst interessante Ideen bzw. Hinweise vorgetragen, die die zu erwartenden negativen Folgen reduzieren könnten:

  1. Hans-Peter-Bergmann (parteiloses Mitglied des Stadtrates) schlug vor, die vorhandenen Rad- und Gehwege beiderseits des Dinslakener Straße als Ausweich- bzw. Ersatzfahrbahnen zu nutzen; seinen Messungen zufolge sind diese mit jeweils ca. 4,5 Metern Breite für diesen Zweck ausreichend dimensioniert. Da die Rad- und Gehwege im Zuge des Umbaus ohnehin mit hohem Aufwand neu erstellt werden, dürften absehbare Schäden durch den KFZ-Verkehr keine größere Rolle spielen.
  2. Ein Teilnehmer schlug vor, die Schaltung an der Ampel an der Kreuzung B8 (Weseler Str.) und Gudrunstr. / Claudiastr. so anzupassen, dass der morgens überwiegend in Richtung Süden (Dinslaken, Duisburg) und abends in Richtung Norden (Voerde, Wesel) fließende Verkehr jeweils privilegiert wird, damit der von der B8 aufzunehmende Anteil der bislang die Dinslakener Straße benutzenden Verkehrteilnehmer besser bewältigt werden kann.
  3. Für großen Unmut zahlreicher Bürger sorgten die ausbleibenden oder bestenfalls widersprüchlichen Auskünfte seitens der Stadtverwaltung zu den konkreten finanziellen Belastungen für die einzelnen Anlieger.
  4. Auch die sich bereits abzeichnende Kostenexplosion wurde zornig kommentiert.
  5. Hinsichtlich der Erreichbarkeit der an die Dinslakener Straße angrenzenden Quartiere für Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wird eine Stellungnahme der für die Planung verantwortlichen Behörden von Stadt und Kreis erwartet.
  6. Die „Raserszene“, deren Umtriebe als hauptsächliches Argument für den Um- bzw. Rückbau der Dinslakener Straße ins Feld geführt wurden, stellt kein größeres Problem mehr dar, da die einschlägigen Akteure zwischenzeitlich durch die Strafjustiz (im bildlichen Sinne) aus dem Verkehr gezogen wurden.
  7. Einer Klärung bedarf auch die Gestaltung des Busverkehrs für Schülerinnen und Schüler – insbesondere für diejenigen unter ihnen, die in Hünxe zur Schule gehen.
  8. Allseitig wurde scharf kritisiert, dass nur direkte, also unmittelbar betroffene Anwohner seitens der Stadt und des Kreises eingeladen und informiert wurden; sinnvoll wäre eine offene, gerade auch für indirekt Betroffene zugängliche Veranstaltung gewesen.