Steag-Gelände: Arbeitsplätze und Lebensqualität sind nur im grünen (bzw. parteilosen) Paralleluniversum miteinander unvereinbar

Die Grünen und der parteilose Ratsherr Hans-Peter Bergmann sind der Meinung, dass eine Priorisierung von Arbeitsplätzen vor Lebensqualität langfristig nicht erstrebenswert sei.

Steag: Antrag zu Fortnutzung(WAZ vom 20.04.2017)

Es sollte gemeinsames Ziel sein, mit ihnen das Areal so zu entwickeln, dass „die gesamtgesellschaftliche Wohlfahrt maximiert wird“, fordern Grüne und Bergmann. Sie erteilen einer alleinigen gewerblichen Nutzung eine Absage, erklären, dass die „Priorisierung von Arbeitsplätzen vor Lebensqualität“ langfristig nicht erstrebenswert sei.

Soso – und wir Liberalen dachten bislang, dass Erwerbstätigkeit und das damit erarbeitete Einkommen die elementarsten Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität sind. So kann man sich irren….

Im Ernst: in welchem Paralleluniversum muss man eigentlich leben, um sich aus „Lebensqualität“ und „Arbeitsplätzen“ einen scheinbaren Gegensatz zusammenzubasteln? Ist es etwa gut für die individuelle Lebensqualität, keine Arbeit zu haben? Ist es etwa gut für die individuelle Lebensqualität, wenn Voerde allmählich demographisch und wirtschaftlich vergreist, weil Erwerbstätige (inkl. Steueraufkommen und Kaufkraft) mangels Arbeitsplätzen der Stadt den Rücken kehren? Ist es etwa gut für die individuelle Lebensqualität, weite Strecken pendeln zu müssen, weil es im Nahbereich keine Arbeitsplätze gibt? Ist es etwa ökologisch sinnvoll und der Lebensqualität zuträglich, wenn viele Pendler für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen? (Nun gut – spätestens seit der „Tempo-30-für-die-Dinslakener-Straße“ – Debatte wissen wir ja, dass die „Grünen“ ein Faible für ökologisch widersinnige Scheinlösungen haben, die nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu mehr Lärm- und Abgasemissionen statt zu deren Reduktion führen…)

So kann man eine Kommune auch ihrer wirtschaftlichen Zukunft berauben bzw. ruinieren.