Betuwe: Bundesministerin Hendricks erfindet eine neue Definition von „größtmöglicher Sicherheit“

Wie die Rheinische Post am 14.03.2017 berichtete, ist Bundesministerin Barbara Hendricks (SPD) der Meinung, dass nun die (Zitat) „größtmögliche Sicherheit“ entlang der Betuwe-Strecke erreicht sei.

Bekanntlich hat am 02.03.2017 in der Aula des Gymnasiums eine Informationsveranstaltung stattgefunden, in deren Verlauf die einschlägigen Planungen in den Niederlanden bzw. in Baden-Württemberg vorgestellt wurden. In beiden Regionen gelang es den lokalen Regierungen, maximale Zugeständnisse zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger zu erkämpfen. Obwohl in beiden Abschnitten zunächst – wie bei uns – die Trasse durch dicht besiedeltes Gebiet führen sollte, konnte durch massiven politischen Druck deren Verlagerung an vorhandene Autobahn-Trassen erzwungen werden.

Diese niederländischen und süddeutschen Ergebnisse repräsentieren unserer Meinung nach das größtmögliche Maß an Sicherheit – und nicht das Nachrüsten von Notlösungen, die bei einer anderen, sinnvolleren Führung der Linie weitgehend verzichtbar gewesen wären. Das Beharren auf einem Verlauf der Betuwe-Gleise mitten durch unsere Siedlungen ist ein Fehler, der auch durch noch so umfangreiche Maßnahmen nicht kompensiert werden kann.

Was wir am Niederrhein gerade erleben, ist das Resultat eines Mangels an Interesse sowie langjähriger Tatenlosigkeit aller für uns zuständigen, überregionalen Regierungsebenen. Diese Schlechtleistung ernsthaft als Erfolg verkaufen zu wollen, ist nichts anderes als dreiste Wählertäuschung. Die kommende Landtagswahl am 14.05.2017 bietet die Gelegenheit, den verantwortlichen Akteuren gebührend zu „danken“.


 Mehr zum Thema:

Betuwe: Durchbruch bei der Sicherheit(Rheinische Post vom 14.03.2017)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) betonte, dass jetzt die größtmögliche Sicherheit entlang der Strecke gewährleistet sei. Damit sei nach dem erfolgreichen Kampf für das dritte Gleis, das Voraussetzung für den Lärmschutz sei, und der Umsetzung, dass die Betuwe kommunale Kassen nicht belasten dürfe, nun auch die dritte große Forderung in den Auseinandersetzungen um die Güterstrecke erfüllt.