Debatte um Einsparung der Beigeordneten-Stellen: Verlogen?

Die Voerder SPD und Grünen haben sich auf ihren facebookseiten über die in der Presse erschienenen Berichte über eine Streichung der Dezernentenstellen in Voerde geäußert, die SPD mit zwei verschiedenen Versionen.

Das substanzlose Geschwafel der Grünen wird hier unbeantwortet gelassen.

Erschreckend ist in den Artikeln der SPD deren Umgang mit „Wahrheit und Lüge“, ferner die Widersprüchlichkeit und Unsachlichkeit, mit der das geschehen ist.

Wenn sie anführt, zum jetzigen Zeitpunkt bereits über eine mögliche Streichung von Beigeordnetenstellen ab dem Jahre 2020 zu sprechen, um Kosten zu sparen, sei verlogen, ist nicht nachvollziehbar, auch nicht die dann folgende Erklärung, die SPD-Fraktion nehme mit Befremden zur Kenntnis, dass die Gruppe aus CDU, WGV, Linken und Einzelmitgliedern kein Vertrauen in die Kämmerin Simone Kaspar und den Dezernenten Wilfried Limke mehr haben. Die Namen beider sind nicht genannt und insbesondere auch nichts über ihre Leistungen. Es ging auch nicht um ihre Wahlzeit, sondern um die Zeit danach. Der SPD dürfte insbesondere nicht entgangen sein, dass hinter den von ihnen kritisierten Zeitungsartikeln keine gemeinsame Erklärung der genannten Ratsmitglieder gestanden hat, sondern diese von der Presse einzeln angerufen und gefragt worden sind und darauf eigenverantwortlich geantwortet haben. So war es jedenfalls in meinem Falle. Das hätte auch die SPD leicht erkennen können und müssen.

Soweit die SPD respektvollen Umgang miteinander fordert, selbst aber von „verlogen“, antiquiertem Denken, fehlender Kompetenz und mangelndem Verantwortungsbewußtsein sowie mäßigender Einwirkung auf die „Rädelsführer“ spricht, ferner von der „Gruppierung um die CDU“, muss gefragt werden, wie dies denn verstanden werden soll, ob dies insbesondere die von der SPD gewünschte künftige Umgangsweise zwischen den Mitgliedern des Stadtrates, inbesondere mit denen der SPD sein soll, von dem von Herrn Sarres genannten „Politikklamauk des neuen  Voerder Sparclubs“ ganz zu schweigen. Oder soll nur die SPD-Fraktion sich aus welchen Gründen auch immer solcher Begriffe bedienen dürfen?

Vielleicht ist es der SPD möglich, hier eine gewisse Klärung herbeizuführen. Die genannten oder ähnliche Ausdrücke sollten in der Tat nicht länger im Umgang miteinander gebraucht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Benninghoff