Blaue Plakette / Stickoxide (NOx)

Bekanntlich betreibt Bundesministerin Barbara Hendricks (neben vielen anderen Landespolitikern aus dem rot-grünen Lager) die Einführung einer sog. „blauen Plakette“. Die damit einhergehenden, sich im Laufe der Zeit mit absoluter Sicherheit über immer größere Räume erstreckenden {Ein-}Fahrverbote für Nicht-Euro-6-Diesel-PKW werden zu einem massiven finanziellen Verlust für ca. 13 Millionen Besitzer führen (ganz zu schweigen von den praktischen Problemen, die sich aus der zunehmend eingeschränkten Nutzbarkeit der entsprechenden Fahrzeuge ergeben).

Von interessierter, maßgeblich rot-grün-dominierter Seite wird gebetsmühlenartig eine angeblich Gesundheitsgefahr durch die verkehrsbedingen, innerstädtisch üblichen Stickoxid (NOx) – Konzentrationen beschworen, mit der diese Maßnahme legitimiert werden soll. Für diese Behauptungen, die sich auf in absurdem Tempo steigende Zahlen angeblich duch Stickoxide (NOx) verursachter Todesfälle beziehen, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.

Begründung

Für eine langfristige Exposition gegenüber einer NOx-Konzentration bis hinauf zu 4 ppm (parts per million) konnten keine negativen gesundheitlichen Effekte nachgewiesen werden. In straßenseitigen Messungen selbst an extrem „belasteten Hotspots“ in BaWü (bspw. in Stuttgart!) überschritten die kumulierten Konzentrationen niemals einen Wert von 200 ppb (parts per billion) = 0.2 ppm – das sind gerade einmal 5% des unbedenklichen Wertes von 4 ppm.

Sogar bei weitaus höher belasteten Kollektiven (untertage größeren Mengen von Dieselabgasen ausgesetzte Bergleute) konnten keine Schadwirkungen nachgewiesen werden.

Deutschlandweit sind die NOx-Emissionen seit 1990 um ca. 50% gesunken.

Fazit

Es ist sicherlich nobel und ehrenwert, politische Ziele an Aspekten des Umwelt- und Gesundheitsschutzes zu orientieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten dürfen dabei jedoch nicht ignoriert werden – insbesondere dann nicht, wenn Millionen von Bürgern massive finanzielle Einbussen und Einschnitte hinsichtlich ihrer Mobilität bzw. der Nutzbarkeit ihres Eigentums hinnehmen müssen, für die es keine plausible medizinische Rechtfertigung gibt.

Gelegentlich drängt sich der Eindruck auf, dass die Fortschritte hinsichtlich der Reinheit der Luft und die Hysterie wissenschaftsferner Angstprediger direkt proportional zueinander sind.

Wir haben uns in dieser Angelegenheit an unseren Bundesvorsitzenden Christian Lindner gewandt, der ohnehin bereits unsere Einschätzung teilte und das Thema im NRW-Landtag zur Sprache bringen wird.

Quellen

  • Zusammenfassung der Studienlage zur Toxizität von NOx:
    „By comparison, exposure of healthy humans at concentrations up to 4 ppm usually failed to affect pulmonary function (ATS 1996). […] Such studies have not been able to clearly document the health risks for humans exposed to ambient levels of NO2“
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK230446/