Sportanlage Friedrichsfeld: zur Förderzusage der Bundesregierung

Bürgermeister Haarmann hat mit seiner Initiative „ die Kuh vom Eis gebracht“ und die Förderzusage der Bundesregierung für die Sportanlage Friedrichsfeld erreicht.

Die von der FDP geteilte Freude darüber ist wohl allgemein und verständlich. Etwa 3,6 Mio € für diese Maßnahme sind kein Pappenstiel und wären von der Stadt Voerde nicht aufzubringen gewesen.

Erstaunlich ist allerdings die Meinung, die damalige von der FDP-Fraktion mitgetragene Entscheidung für den Babcock-“Wald“ sei ein Fehler gewesen, ja man habe sogar Geld verbrannt, weil man u.a. nicht auf die Sanierung im Bestand gesetzt habe, was immer das heißen mag.

Es gab damals keine bessere und solidere Alternative als eine neue Sportanlage im Babcockgelände; denn die Sanierung im Bestand wäre immer mit der Gefahr verbunden gewesen, dass die Anlage wegen bestehender Lärmschutzrichtlinien und anderer Umweltschutzbelange geschlossen oder zurückgeführt werden musste. Bei der beschlossenen Verlegung hätten die Kosten der neuen Anlage durch den Verkauf der Flächen der Altanlage beglichen werden können. Für die bloße Sanierung war jedoch kein Geld vorhanden.

Es bedurfte wohl einer grün geführten Bezirksregierung, um den Baumbestand im Babcockgelände als zu schützenden Wald zu bewerten. Im rechtskräftigen Flächennutzungsplan ist das Gelände als Fläche für Industrie ausgewiesen. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass dieses Gelände bei der Ansiedlung eines Industriebetriebes ohne Ausgleichsmaßnahmen von den darauf befindlichen Pflanzen und sonstigem Gestrüpp hätte befreit werden können. Die Entscheidung dieser Bezirksregierung erscheint unter diesem Aspekt doch recht kurios.

Ich habe deshalb der Stadt Voerde dringend, aber erfolglos geraten, gegen die Versagung der beantragten Änderung den Rechtsweg zu bestreiten. Hoffentlich gelingt nun das, auf das nicht nur Friedrichsfeld lange gewartet hat, nämlich eine Anlage, die vernünftige Erwartungen ohne Störungen erfüllt.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Benninghoff