Verrohung der Sitten in der Voerder Politik

So hatte ich meinen öffentlich verbreiteten Artikel vom 18.10.2013 überschrieben, mit dem ich das Verhalten des Ratsmitglieds und heutigen Vorsitzenden der Fraktion Bündnis 90/Grüne Stefan Meiners scharf kritisiert und ihn – natürlich erfolglos – aufgefordert hatte, seine Äußerungen von Anfang Oktober 2013 in Verbindung mit den Meinungsverschiedenheiten über das der Stadt Voerde gehörende Grundstück Kemkenskath zurückzunehmen oder sich dafür zu entschuldigen.

Meiners hat sich damals u.a. wie folgt geäußert:

Und doch hat Voerde auch eine hässliche Seite … ein zu einer Fratze verzerrtes Gesicht einer Stadt, in der tief verwurzelt eine braune Suppe wabert……Gestern habe ich dieses hässliche Gesicht von Voerde wieder erlebt… Was mich unfassbar wütend gemacht hat war, dass der Mob Applaus dafür spendete…

Seine Fraktion hat ihn dafür offensichtlich nicht etwa gerügt, sondern später zum Vorsitzenden ihrer Fraktion gewählt, also belohnt. Was mögen sich ihre Wähler und später die Fraktionsmitglieder in Kenntnis dieser Aussagen bei der Wahl im Mai 2014 wohl  gedacht haben?

Aber damit nicht genug! Als in den letzten Monaten in der öffentlich geführten Diskussion sein Verhalten als Ratsmitglied und insbesondere als Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse gerügt und in Verbindung mit der Ehrenordnung des Stadtrates in Frage gestellt wurde, erhob dieser Herr Meiners, der sich auch Journalist nennt und wohl Beamter bei der Polizei ist, gegen zwei Voerder Bürger Strafanzeige wegen übler Nachrede. Was er sich dabei gedacht hat, bleibt offen.

Da wir in einem Rechtsstaat mit Meinungsfreiheit leben, geschah natürlich das, was geschehen musste. Die zuständige Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, ohne die Angezeigten förmlich angehört zu haben.

Diese drei Ereignisse zeigen, dass ich mit Recht auf die Verrohung der Sitten in der Voerder Politik hingewiesen habe. Es ist dabei schon erstaunlich, dass drei Mitglieder der Fraktion Bündnis 90/Grüne Herrn Meiners weiter als ihren Vorsitzenden haben. Offensichtlich halten sie sein Verhalten für richtig, vielleicht sogar hervorragend. Wie allerdings denken die darüber, die sie in den Stadtrat gewählt haben?

Ich jedenfalls finde keine nachvollziehbare Antwort auf diese Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Benninghoff