Polizeiwache Voerde künftig nachts unbesetzt?

Wieder einmal gibt es in oberen Polizeikreisen unseres Landes die Überlegung, die Polizeiwache in Voerde nachts nicht mehr zu belegen. Diese Maßnahme wäre sicher der erste Schritt zur Schließung der Einrichtung insgesamt, wie Voerder Bürger mit Recht befürchten.

Dies gilt es zu verhindern. Die Geschehnisse der letzten Wochen und das daraus erwachsene Bedürfnis nach mehr innerer Sicherheit sollten die entscheidenden Stellen und Politiker dazu bringen,von dieser Planung Abstand zu nehmen und es bei der bisherigen Lösung zu belassen. Diese nämlich gibt uns mehr Sicherheit als das nun wohl geplante Modell.

Zur Erinnerung:
1979 sollte nach den Plänen der Ministerialbürokratie Voerde schon einmal eine nicht rund um die Uhr besetzte Wache erhalten. Das konnte die damalige FDP-Fraktion dank ihrer guten Beziehungen zu dem amtierenden Innenminister Dr. Burghard Hirsch (FDP) bei dessen Besuch in Voerde jedoch verhindern. Dr. Hirsch stoppte die Umwandlung und sicherte den Status der Polizeistation zum Vorteil der Bürger, die ihre Polizei schnell und auf kurzem Wege erreichen konnte, übrigens seit damals im selben Gebäude an der Frankfurter Straße. Der damalige Gemeinderat hatte sich ebenfalls einhellig hinter diese Lösung gestellt.

Diese Lösung könnte weiterhin Bestand haben, wenn sich Bürgermeister und Stadtrat dafür aussprechen.

Vielleicht können insbesondere auch Bürgermeister, SPD und Grüne im Interesse der Sicherheit der hiesigen Bevölkerung über ihren eigenen Schatten springen und sich für den Verbleib der Wache so, wie sie ist, einsetzen. Die Sicherheit der Bürger sollte ihnen das wert sein. Die rot/grüne Sicherheitspolitik bedarf nach den Vorkommnissen der letzten Zeit der Überprüfung und Änderung. Deshalb darf es ihnen nicht schwer fallen, sich für den Verbleib der Polizeiwache in Voerde einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Benninghoff