Flüchtlinge nicht marginalisieren

Sehr überrascht hat mich die Berichterstattung, dass die Stadt Voerde erwägen soll, das ehemalige Hotel Saathoff an der B 8 zu kaufen und als Unterkunft für Flüchtlinge zu nutzen.

Ich wehre mich gegen eine solche Idee und werde ihr im Stadtrat nicht zustimmen, weil sie dem nicht gerecht wird, was bisher jedenfalls übereinstimmende Ansicht dort war.

Abgesehen davon, dass ein solcher Kauf eine völlig falsche Investition wäre und Voerde dafür kein Geld aufwenden darf, das nicht vorhanden ist, bestand aus meiner Sicht bisher Einigkeit darüber, dass Flüchtlinge und Asylbewerber in Voerde nicht am Stadtrand oder an entlegenen Plätzen isoliert untergebracht werden sollen, sondern in möglichst allen Stadtteilen inmitten unserer Gesellschaft, um so eine rasche Integration zu ermöglichen und sie nicht zu „Fremdkörpern“ werden.

Das genannte ehemalige Hotel erfüllt diese Voraussetzung nicht, weil es am Rande unserer Stadt und verhältnismäßig weit entfernt von Schulen, Geschäften und Behörden liegt. Zudem erschwert die Fahrbahn der B 8 und der Verkehr darauf den Zugang zu diesen Einrichtungen, von Nachbarn ganz zu schweigen, die die erforderliche und gewünschte Hilfe leisten könnten und sollen.

Bernhard Benninghoff
Mitglied des Stadtrates Voerde (FDP)