Grünes Trolltheater

Jaja, so ist sie, unsere hochgeschätzte grüne Konkurrenz: aus einem Beitrag des Blogs „unkreativer weblog“ vom 04.03.2014 lassen sich gleich mehrere interessante Erkenntnisse ableiten:

  1. Der Autor („Journalist„, dessen Texte völlig zu recht „in keinem anderen Medium“ gebracht würden; übrigens: „Journalist“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, jeder darf sich so nennen…) demonstriert eindrucksvoll eine nicht einmal mehr mangelhaft zu nennende Beherrschung der Grundrechenarten – der Austritt einer kleinen Clique um ein in einer demokratischen Wahl gescheitertes Ex-Mitglied ist für ihn „die Hälfte der Mitglieder„. Nun ja, um grüne Politik betreiben bzw. rechtfertigen zu können, ist eine ausgeprägte Dyskalkulie wohl notwendige Voraussetzung.
  2. Er schreckt vor keiner noch so schleimigen Heuchelei zurück: den (Zitat) „lieben Voerdern“ erteilt er den selbstverständlich absolut selbstlosen Rat, die fiese FDP bloß nicht mehr zu wählen. Soso, jetzt sind es also wieder die „lieben Voerder“ – und das ausgerechnet aus der Feder desjenigen, der noch vor kurzem die Voerder Bürger pauschal als (Zitat) „tiefververwurzelte, wabernde braune Suppe“ diffamierte, wie hier nachzulesen ist? Sehr glaubwürdig – aber nur, wenn man gewohnheitsmäßig mit Denunzianten und agitierenden Trollen Umgang pflegt, die mangels Masse zu keiner sachlichen Auseinandersetzung fähig sind.
  3. Zudem stört sich der Verfasser offenbar gewaltig daran, dass in der – namentlich genannten – Familie Benninghoff eine liberale Tradition gepflegt wird, die zu einem entsprechenden Engagement der Familienmitglieder im Ortsverband führt. Wir können also davon ausgehen, dass er selbst in seiner Familie keinen solchen Rückhalt für seine politische Arbeit geniesst, denn sonst würde er diesen Umstand ja nicht bei anderen kritisieren, oder? Neidisch? Das sagt letztlich eine Menge aus – wenn auch nicht über die Familie Benninghoff oder die Verfassung der FDP, sondern vielmehr über die Grünen und speziell den Autor – wenn nicht einmal des Autors eigene Familie seine Partei bzw. ihn unterstützen mag… die werden halt ihre Gründe dafür haben.
  4. Der Autor hat zwar bisher offenbar heimlich FDP gewählt (Zitat: „die FDP ist wahrlich keine Partei mehr, die man noch als wählbar betrachten sollte„), ist aber weder Mitglied der FDP noch hat er an einer einzigen Veranstaltung unserer Partei teilgenommen. Seine substanzlosen Spekulationen sind also entweder frei erfunden oder basieren auf den Märchen, die ihm Personen erzählt haben, die ihre demokratische Niederlage bei parteiinternen Wahlen als  schlechte Verlierer einfach nicht verwinden können (gekränkte Eitelkeit schmerzt eben sehr). Was ist denn nun die bessere Alternative? Jemand, der irgendwelche frei erfundenen Fabeln verbreitet oder eine Bauchrednerpuppe, die nicht merkt, dass sie von anderen instrumentalisiert wird? Komisch, dass gerade solche Leute dieses hervorragend passende Dieter-Nuhr-Zitat nicht zu kennen scheinen…

Fazit: das höchste denkbare Lob ist das verzweifelte Pöbeln des politischen Gegners. Danke dafür!

Nachtrag vom 05.03.2014

Schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Hr. Meiners das Austeilen dem Einstecken vorzieht. Die hier ursprünglich gewählte Bezeichnung „Möchtergern-Journalist“ betrachtet er als „unwahre Tatsachenbehauptung“ bzw. sogar als „Schmähkritik“. Als er die Voerder Bürger, die sich seinerzeit an der politischen Willensbildung beteiligten, als „Mob„, „braune Suppe“ und „hässliches Gesicht“ von Voerde bezeichnete, war er nicht ganz so sensibel und zartfühlend. OK: im Gegensatz zu Hr. Meiners damals erkennen wir unseren Fehler an und korrigieren ihn (oben nachzulesen). Keine Ahnung, warum er so viel Wert auf die Bezeichnung „Journalist“ legt, handelt es sich dabei doch um eine Berufsbezeichnung, die nicht geschützt ist und die aus diesem Grund absolut jeder nach Gutdünken führen darf (gleiches würde auch für „Hexenmeister 5. Ordnung“, „Meister im yogischen Schweben“ oder ähnliches gelten). Gibt es sonst wirklich nichts, das ein wenig Stolz rechtfertigen würde? Was mögen wohl bspw. die Journalisten unserer lokalen Medien denken, wenn sie sich und ihre seriöse Arbeit auf eine Stufe mit Hr. Meiners bzw. seinen „Werken“ gestellt sehen?

Ein professioneller Journalist, der in einer richtigen Redaktion unter redaktioneller Leitung tätig wäre, hätte vielleicht recherchiert und wäre dann auch nicht gezwungen, sich ein weiteres Mal von jeglicher Sachkenntnis ungetrübte Behauptungen aus den Fingern zu saugen; er wüsste dann womöglich sogar grob, wie das Internet und speziell das DNS funktioniert. Kleiner Hinweis für den Laien: einfach mal unter „Nameserver“ bei „Caching“ oder „TTL“ weiterlesen – fassungsloses Staunen wird garantiert!

Kurz gesagt: keine Panik, Hr. Meiners, auch die Domain [fdp-voerde.de] gehört nach wie vor uns (neben den Varianten *.org, *.com und *.net übrigens. Klasse, nicht wahr?); die Tatsache, dass Sie die Funktionsweise eines Nameservers nicht kennen, bedeutet nicht, dass es „Gräben“ in der FDP gibt, sondern dass Sie sich im Neuland Internet in der nicht ganz so guten Gesellschaft anderer „Kompetenzträger“ gleichen Kalibers befinden. Von einem Spitzenkandidaten der Grünen erwartet allerdings niemand ernsthaft technische Expertise – Enttäuschung brauchen Sie also nicht zu fürchten. Und weil es gerade so wunderbar passt, noch einmal Dieter Nuhr dazu

Da Sie aber freundlicherweise das Stichwort „Anonymität im Internet“ erwähnten (abermals: Vielen Dank dafür!) – ein ordentlicher Journalist (also einer, der auch in einem halbwegs bekannten Medium publiziert) hat hier beschrieben, wie die Grünen entgegen ihres öffentlichen Geplappers die grundrechtswidrige Vorratsdatenspeicherung  befördern:

 Ein geleaktes Protokoll enthüllt eine Diskrepanz zwischen den nach außen dargestellten Positionen der Ökopartei zur anlasslosen Überwachung und ihrer politischen Praxis
Uuuuups – aufgeflogen, die Grünen! Zu blöd – wieder einmal ein Thema, bei dem zwischen grünen Wahlkampfparolen und konkretem Handeln eine Lücke von exakt 100% klafft. Aber damit hatten unsere brutalstmöglichen Pazifisten (die Menschen Serbiens und Afghanistans lassen herzlich grüßen!) ja generell noch nie ein Problem. Nun ist zum Glück auch die Frage geklärt, wer hier genau vom eigenen desolaten Zustand ablenken muss: die FDP jedenfalls nicht.

Kleiner Tipp: besser etwas mehr Zeit in Recherchen, Nachlesen und ggf. Zuschauen investieren und weniger Zeit mit dem Zusammenphantasieren nicht einmal mäßig origineller Märchen verschwenden. Google hilft den Unwissenden! Sogar  kostenlos!! …Ähm gut, nicht wirklich, aber ein Funktionär einer der VDS-Parteien hat ja bestimmt nichts zu verbergen und daher auch kaum etwas gegen eine Totalüberwachung einzuwenden, oder?

Ach ja, wo wir gerade beim Thema Totalüberwachung sind: womöglich möchten Sie den Bürgern ja erklären, warum genau Ihre Partei damals gemeinsam mit den Genossen der NSA Tür und Tor zum hemmungslosen Schnüffeln geöffnet hat? Zitat:

Während Steinbrück täglich ein Empörungstheater aufführt, kommt Schritt für Schritt heraus, dass Rot-Grün alle Türen aufgemacht hat, durch die die NSA und private Konzerne die Daten aus Deutschland absaugen.
Es entbehrt nicht einer gewissen – wenn auch unfreiwilligen – Komik, dass ausgerechnet Sie sich auf das Thema „Anonymität im Internet“ stürzen – als Spitzenkandidat einer Partei, die stets ganz vorne mit dabei war, wenn es darum ging, essentielle Bürgerrechte preiszugeben und Verrat an den Menschen in diesem Land zu üben. Die „Haltet-den-Dieb“-Strategie zieht vielleicht bei Leuten, die die vergangenen Jahre im politischen Koma verbracht haben…

„Grund- bzw. Bürgerrechte“? Das ist doch nur so ein überholter Oldschool-Kram für Parteien wie die FDP, die sich nicht so vortrefflich „erneuert“ haben wie das bspw. die Grünen taten.

Aber das tut uns kein bißchen leid. Ehrlich nicht.

PS:

Was das „Abarbeiten“ betrifft: stimmt, das machen wir wirklich sehr gerne. Denn niemand kann besser als Sie den Wählern zeigen, warum sie die Grünen nicht wählen sollten. Darum freuen wir uns schon auf weitere Texte aus Ihrer hochgeschätzten Journalisten-Feder.