Schulentwicklungsplanung im Primarbereich

Presseerklärung

Ingrid Oelsen, sachkundige Bürgerin der FDP im Schulausschuss, und Bernhard Benninghoff, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Stadtrat von Voerde, schlagen der FDP-Fraktion in der Schulentwicklungsplanung im Primarbereich

in der Stadtratssitzung am 4. Juli 2012 folgende

Beschlussempfehlung

vor:

1. Die beiden Grundschulen in Friedrichsfeld werden aufgelöst und am Standort der Elisabethschule wird eine Gemeinschaftsgrundschule mit neuem Namen und Konzept neu gegründet.

2. Die drei Grundschulen in Voerde werden aufgelöst und unter neuem Namen wird auf dem Gelände der Gesamtschule Voerde eine neue Grundschule gegründet.

Begründung;

zu 1. Um allen Friedrichsfelder Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu machen, dass es sich um eine neue Gemeinschaftsgrundschule handelt, wird die Neugründung dieser Schule mit neuem Namen und Konzept bevorzugt. Für deren Unterbringung kommt aus baulicher Sicht und der Größe nur die Elisabethschule in Betracht

zu 2. Die Verlagerung der drei Voerder Grundschulen in das Gelände der Gesamtschule bietet nach Auffassung der Schulaufsicht (s.Seite 58 Schulentwicklungsplan) im Vergleich zu den anderen Varianten das größte Potential, insbesondere im Hinblick auf die Lehrerversorgung, Unterrichts- und Ganztagsgestaltung. Dies ist ein ganz wichtiger Punkt. Infolge der ausbleibenden Konkurrenzsituation kann so die ungleichmäßige Verteilung von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unter den Schulen vermieden werden. Die daraus resultierende heterogene Zusammensetzung des Schülerklientels wird für die Umsetzung des Inklusionsgedankens optimale Rahmenbedingungen bieten (s o. Kapitel 6, Seiten 31 – 32). Dies gilt auch für Kinder mit Migrationshintergrund. Eindrucksvoll, nachvollziehbar und überzeugend hat sich das Kollegium der Pestalozzischule Voerde in seinem Schreiben vom 21. Mai 2012 für diese Lösung ausgesprochen. Verwaltung und alle Fraktionen haben dieses Schreiben erhalten. Deshalb wird hier auf die Wiedergabe der wesentlichen Gesichtspunkte dieser Stellungnahme verzichtet. Da dieses Schreiben von großer Sachkompetenz zeugt und an keiner Stelle Voreingenommenheit zu erkennbar ist, gibt es keine Zweifel an der Richtigkeit dieser widerspruchsfreien Stellungnahme. Das aber bedeutet, dass die Vorteile dieser Lösung wesentlich größer sind als eventuelle Nachteile. Als Vorteil muss auch angesehen werden, dass in Zukunft beim Raumbedarf oder Raumüberhang an der Grund- oder Realschule Zugriff auf freie Räume des jeweiligen Systems genommen werden kann. Eine bestimmte Zügigkeit beider Systeme kann nämlich bis auf die allgemein rückläufigen Schülerzahlen ganz allgemein niemand vorhersagen. Das ist bei der Frage nach erforderlichen Ergänzungs- oder Neubauten stärker zu beachten, als es bisher geschehen ist. Bei vernünftiger Bewirtschaftung aller zur Verfügung stehender Räume dürften sich erforderliche Baumaßnahmen in kleinerem Rahmen halten als angegeben. Die durchgeführte Besichtigung und nachgereichte Unterlagen haben auch eindrucksvoll gezeigt, dass gewünschte räumliche Trennungen durchaus möglich sind. Die vorhandenen Sport- und Turnhallen reichen aus. Insbesondere kann der neue Standort der Grundschule auf dem Gelände der Gesamtschule von den zu erwartenden Schülern mit allen Verkehrsmitteln sicher und nachfragegerecht erreicht werden(s. Fazit der verkehrlichen Stellungnahme) Probleme würden sicher auftreten, wenn eine zweite Grundschule in Voerde bestehen bleiben sollte. Darauf ist in dem genannten Schreiben der Pestalozzischule deutlich hingewiesen worden. Wir ersparen uns deshalb Wiederholungen Es sollte daher vermieden werden dass in etwa 10 Jahren der Stadtrat eine dann fällig werdende Auflösung der zweiten Grundschule in Voerde beschließen muss. Das sollte den Kindern und ihren Eltern nicht zugemutet werden.

Bernhard Benninghoff

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